Mehr Zufriedenheit im Job, im Team, im Leben – mit der „Peak-End“-Regel“

In meiner Zeit als Poker-Profi erlebte ich immer wieder ein Phänomen, welches der Nobelpreisträger Daniel Kahneman als „Peak-End“-Regel bezeichnet. Statt am ursprünglichen Kahneman´schen Darmspiegelungs-Experiment, zeige ich euch seine Wirkungsweise einmal am Beispiel des Pokerspiels. Ob man eine Poker-Session als positiv erlebt und vor allem positiv erinnert hängt im Wesentlichen von zwei Dingen ab:

  • Den Höhepunkten („Peaks“) – Ob man bspw. die großen und entscheidenden Pötte gut gespielt bzw. gewonnen hat.
  • Dem Ende („End“) – Ob man die Session am Ende als Gewinn* verbuchen kann oder nicht.

(*Auch, wenn es aus meiner Sicht beim Pokerspiel primär nur um gute Entscheidungen geht und nicht ums Gewinnen oder Verlieren, so bleiben letztere erfahrungsgemäß nicht ohne Folgen (Stichwort „Verlustaversion“).

Was bedeutet das für den (Business-) Alltag?
Wir haben einen großen Einfluss darauf, wie wir und andere etwas erleben und vor allem, wie wir uns daran erinnern. Soll dieses Erlebnis positiv sein und positive in Erinnerung bleiben, müssen die Höhepunkte („Peaks) besonders positiv ausschlagen und das Ende („End“) ebenfalls positiv sein. Dabei wird das Ende wiederum umso bedeutsamer, umso negativer der „Höhepunkt“ (oder besser gesagt: Tiefpunkt) ausfällt.

Anwendungsbeispiele:

  • Schaffe in deinen Team-Meetings Höhepunkte, z. B. in Form einer kleinen positiven Feedbackrunde, einer kreativen Brainstorming-Session oder eines wertschätzenden Lobes der Anwesenden. Beende das Meeting bspw. mit einem motivierenden Abschluss Satz, wie dem Mission-Statement. Vermeide langweilige, generische Floskeln oder negative Kommentare, denn damit lässt sich leicht jedes Meeting ruinieren.
  • Oder wenn du eine Präsentation hältst, mache eine spannende Story zu deinem Highlight und ende bewusst mit einem klaren und inspirierenden Call-to-Action statt mit einem „Äh…ja…ich denke ich bin dann fertig…wobei…eigentlich…ach ist egal!“
  • Darüber hinaus kannst du auch deinen Arbeitstag so planen, dass er einen Höhepunkt hat, z.B. das gemeinsame Mittagsessen mit Kollegen/innen oder das Lesen im aktuellen Lieblingsbuch in der Mittagspause (Tipp: Daniel Kahnemann „Schnelles Denken, langsames Denken“). Sorge dafür, dass am Ende deines Tages etwas stattfindet, dass du wirklich magst, z. B. Sport, Lesen, ein heißes Bad , ein Hörspiel etc. Vermeide Dinge, die ein hohes Stress-Potenzial besitzen, wie E-Mails checken oder schlechte Nachrichten konsumieren.

Wie du siehst, kannst du großen Einfluss darauf nehmen, wie positiv bzw. negativ du und andere beistimmte Erlebnisse wahrnehmen und erinnern. Es liegt in deinen Händen, sofern du die „Peak-End“-Regel beherzigst und zu deinem (euren) Vorteil einsetzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Herzlichst,

Tino

PS: Was hältst du von dieser Regel? Was sind deine Erfahrungen mit den „Peaks“ und „Ends“? Wie prägen sie deine Erinnerungen und dein Erleben? Oder du hast einen Tipp – immer her damit! Teile es gerne in den Kommentaren. Herzlichen Dank!

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